Inhaltsverzeichnis
- KSS-Ölnebelabscheider an der PAMA Speedmat
- Luftführung: Warum ein KSS-Ölnebelabscheider richtig sitzen muss
- Bewusst gegen eine Standardlösung entschieden
- 15.000 m³/h: Luftmenge ist wichtig, der Montageort auch
- Teamarbeit zwischen Betreiber, Maschinenbau und Luftreinigung
- Ölnebelabscheider, KSS-Abscheider oder Kühlschmierstoff-Abscheider?
- Was Betreiber aus diesem Projekt lernen können
- Fazit: Ein KSS-Ölnebelabscheider ist Teil des Fertigungskonzepts
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Ein KSS-Ölnebelabscheider ist bei großen Werkzeugmaschinen nicht einfach ein Zusatzgerät. Er ist ein wichtiger Baustein für saubere Luft, sichere Arbeitsbereiche und einen stabilen Fertigungsprozess. Das zeigt ein aktuelles Projekt bei Everllence in Oberhausen: An einer neuen PAMA Speedmat wurde die Luftreinigung gezielt geplant, berechnet und montiert – passend zur Maschine, zur Luftführung und zum eingesetzten Kühlschmierstoff.
Überall dort, wo mit Kühlschmierstoffen gearbeitet wird, entstehen feine Tröpfchen in der Luft. Je nach Bearbeitung, Temperatur, Druck und Medium können KSS-Nebel, Emulsionsnebel oder Ölnebel entstehen. Diese Aerosole sollen nicht unkontrolliert aus der Maschine in die Fertigungshalle gelangen. Genau hier zeigt sich, warum ein moderner Ölnebelabscheider nicht nur Luft absaugen, sondern auch richtig in das Maschinenkonzept eingebunden werden muss.
Einen allgemeinen Einstieg in das Thema bietet auch unser Beitrag über Luftreiniger für Werkzeugmaschinen.
KSS-Ölnebelabscheider an der PAMA Speedmat
Bei dem Projekt handelt es sich um eine neue PAMA Speedmat in der Fertigung von Everllence in Oberhausen. Schon die Bilder zeigen die Dimension der Anlage: große Maschinenverkleidungen, mehrere Anschlussstellen, Rohrleitungen, Absaughauben und ein industrielles Umfeld, in dem Zuverlässigkeit und saubere Prozesse wichtig sind.

Als Kühlschmierstoff wird eine Emulsion eingesetzt. Das ist in der spanenden Fertigung weit verbreitet, stellt aber klare Anforderungen an die Abscheidung. Emulsionsnebel besteht aus sehr feinen Tröpfchen. Sie müssen möglichst direkt an der Entstehungsstelle erfasst und anschließend zuverlässig abgeschieden werden.
Für diese Anwendung wurden insgesamt drei C-XSC-Geräte eingesetzt: ein C-5 XSC und zwei C-7 XSC. Die abzusaugende Luftmenge wurde von airtec mit 15.000 m³/h ermittelt. Damit handelt es sich nicht um eine kleine Nebenabsaugung, sondern um eine durchdachte Luftreinigungslösung für eine große Werkzeugmaschine.
Alle technischen Daten, CAD- & BIM Downloads gibt’s in unserem online Produktkonfigurator: zum REVEN Konfigurator
Die Grundlage zur Ermittlung der richtigen Abluftmenge bildet unsere „Öl- und Emulsionsabscheider Checkliste“:

Luftführung: Warum ein KSS-Ölnebelabscheider richtig sitzen muss
Bei großen Bearbeitungszentren reicht es nicht aus, einen Abscheider an irgendeiner freien Stelle zu montieren. Der Maschinenraum ist groß. Türen, Verkleidungen, Wartungsbereiche, Spindelräume und Öffnungen beeinflussen, wie sich KSS-Nebel im Inneren bewegt.
Ein KSS-Ölnebelabscheider kann nur dann gut arbeiten, wenn die Luft an den richtigen Stellen erfasst wird. Die Luftmenge allein ist deshalb nicht entscheidend. Wichtig ist auch, ob diese Luftmenge in der Maschine wirksam erfasst und abgeschieden wird.
Genau hier lag eine Besonderheit dieses Projekts. Die Montage der drei Geräte wurde durch Airtec Thermoprocess GmbH ermittelt und optimiert. Es ging also nicht darum, die Abscheider einfach „oben drauf“ zu setzen. Stattdessen wurden die Luftwege in der Maschine berücksichtigt und der optimale Geräteanschluss ausgewertet.
Bewusst gegen eine Standardlösung entschieden
Spannend ist auch die Entscheidung im Vorfeld. Everllence wollte bei der neuen PAMA Speedmat nicht auf die Standard-Ölnebelfilter des Maschinenherstellers setzen. Stattdessen wurde vorgegeben, dass die bewährten Ölnebelabscheider der Hoffmann Group Essen eingesetzt werden sollten.
Das zeigt, welchen Stellenwert saubere Luft in modernen Fertigungen hat. Die Absaugung wird nicht mehr nur als Zubehör betrachtet. Sie ist Teil der Maschinenplanung. Betreiber achten stärker darauf, welche Technik eingesetzt wird, wie die Luft geführt wird und ob die Lösung zum realen Prozess passt.
Auch aus einem früheren Projekt gab es bereits gute Erfahrungen mit dieser Konstellation. Mehr dazu finden Sie im früheren REVEN-Referenzbericht über MAN Energy Solutions und REVEN Luftreiniger.
15.000 m³/h: Luftmenge ist wichtig, der Montageort auch
15.000 m³/h Luftmenge klingen beeindruckend. Trotzdem sagt diese Zahl allein noch nicht alles über die Qualität der Luftreinigung aus. Entscheidend ist, ob die Luft an den richtigen Punkten abgesaugt wird.

Wird eine Absaugung falsch positioniert, kann sie zwar Luft fördern, aber trotzdem nicht optimal erfassen. Dann entstehen ungünstige Strömungen, ruhige Zonen oder Bereiche, in denen KSS-Nebel länger im Maschinenraum verbleibt. Beim Öffnen der Maschine kann belastete Luft dann in die Halle austreten.
Ein richtig geplanter KSS-Ölnebelabscheider hilft, genau das zu vermeiden. Er unterstützt eine gezielte Luftführung, erfasst Kühlschmierstoff-Aerosole wirksam und trägt dazu bei, das Maschinenumfeld sauberer zu halten.
Teamarbeit zwischen Betreiber, Maschinenbau und Luftreinigung
Ein weiterer Erfolgsfaktor war die Zusammenarbeit der beteiligten Partner. Everllence brachte die klare Anforderung aus der Praxis ein. Die Hoffmann Group Essen war als Partner für die Ölnebelabscheider eingebunden. Airtec Thermoprocess GmbH übernahm die technische Auswertung, Ermittlung und Montageoptimierung vor Ort. REVEN steht mit den eingesetzten C-XSC-Geräten für die Abscheidung der KSS-Aerosole.
Solche Projekte zeigen, wie moderne Luftreinigung im Maschinenbau funktionieren sollte: nicht nachträglich, nicht pauschal und nicht nach dem Prinzip „ein Gerät passt überall“. Stattdessen braucht es eine Lösung, die auf Maschine, Prozess, Luftmenge, Kühlschmierstoff und Einbausituation abgestimmt ist.
Ölnebelabscheider, KSS-Abscheider oder Kühlschmierstoff-Abscheider?
In der Praxis wird oft von Ölnebelabscheidern gesprochen. Bei vielen Anwendungen geht es aber nicht nur um reinen Ölnebel. In der Metallbearbeitung entstehen je nach Kühlschmierstoff auch Emulsionsnebel oder Mischformen aus feinen Tröpfchen und Partikeln.
Darum ist der Begriff KSS-Abscheider häufig genauer. Im aktuellen Projekt wird Emulsion als KSS verwendet. Im Mittelpunkt steht also die Abscheidung von Kühlschmierstoff-Aerosolen.

Für Betreiber zählt am Ende nicht nur, dass ein Abscheider installiert ist. Entscheidend ist, ob das gesamte System dauerhaft funktioniert. Eine gute Lösung kann die Hallenluft verbessern, Verschmutzungen im Umfeld reduzieren und den Wartungsaufwand positiv beeinflussen.
Was Betreiber aus diesem Projekt lernen können
Dieses Projekt zeigt drei wichtige Punkte.
Erstens sollte die Auswahl eines Ölnebelabscheiders nicht erst am Ende eines Maschinenprojekts stattfinden. Wer saubere Luft will, sollte die Luftreinigung frühzeitig mitdenken.
Zweitens reicht eine hohe Luftmenge allein nicht aus. 15.000 m³/h sind nur dann sinnvoll, wenn diese Luftmenge an den richtigen Stellen wirksam erfasst und abgeschieden wird.
Drittens entsteht gute KSS-Abscheidung durch Zusammenarbeit. Betreiber, Maschinenlieferant, Lufttechnik-Spezialist und Abscheidetechnik müssen gemeinsam auf die konkrete Anwendung schauen.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Standardlösung und einer passenden Systemlösung.
Fazit: Ein KSS-Ölnebelabscheider ist Teil des Fertigungskonzepts
Die Bilder der PAMA Speedmat bei Everllence zeigen eine moderne Fertigungsumgebung mit großen Maschinen, durchdachter Absaugtechnik und professioneller Integration. Die eigentliche Geschichte dahinter ist aber noch interessanter: Everllence hat die Luftreinigung bewusst vorgegeben, Airtec hat die abzusaugende Luftmenge ermittelt und die Montage der Abscheider am richtigen Platz optimiert.

Die eingesetzten C-XSC-Geräte übernehmen die Abscheidung der KSS-Aerosole. Damit zeigt das Projekt sehr gut, wohin sich Luftreinigung im Maschinenbau entwickelt: weg vom nachträglichen Zubehör, hin zur geplanten Systemlösung.
Denn ein guter KSS-Ölnebelabscheider ist nicht einfach ein Kasten auf der Maschine. Er ist Teil eines sauberen, sicheren und durchdachten Fertigungskonzepts.

