Inhaltsverzeichnis
- Was wir im Webinar live gezeigt haben
- Das eigentliche Missverständnis
- „100 % Abscheidegrad“ – unter welchen Bedingungen?
- Warum die Partikelgröße entscheidend ist
- Die Live-Partikelmessung
- Die unbequeme Frage
- Warum wir das Thema bewusst ansprechen
- Die vollständige Webinar-Aufzeichnung
- Fazit
- Folgen Sie uns auf Social Media
Trotzdem werden beide Begriffe in unserer Branche seit Jahren gleichgesetzt.
Volumenströme werden exakt berechnet, Hauben sauber dimensioniert und Kanäle normgerecht ausgelegt. Damit scheint das Thema erledigt.
Doch ist es das wirklich?
Was wir im Webinar live gezeigt haben
In unserem Live-Webinar mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben wir nicht nur über Aerosole gesprochen, sondern sie auch live gemessen – während des Vortrags und mit einem echten Partikelmessgerät.

Warum?
Weil man über Luftreinhaltung nicht seriös sprechen kann, wenn man nicht misst.
Das eigentliche Missverständnis
Erfassen bedeutet noch keine Abscheidung.
Absaugen bedeutet noch keine Reinigung.
Und Luft zu bewegen heißt noch lange nicht, Schadstoffe daraus zu entfernen.
Genau hier liegt das Kernproblem.
In vielen Projekten werden Volumenströme zwar exakt berechnet, jedoch bleiben Partikelgrößen und reale Konzentrationen unbekannt. Deshalb fehlt oft die Grundlage für eine echte Bewertung der Situation.
Wie groß sind die Partikel tatsächlich?
Oder wie hoch ist die Belastung?
Und wie viel davon ist dampfförmig?
Und was lässt sich überhaupt mechanisch abscheiden?
Häufig lautet die ehrliche Antwort: Man weiß es nicht.
„100 % Abscheidegrad“ – unter welchen Bedingungen?
Diese Aussage hört man schnell.
Allerdings stellt sich die Frage: Für welche Partikelgröße gilt das? Bei welcher Konzentration? Und unter welchen realen Betriebsbedingungen?
Ein Laborwert sagt wenig aus, wenn die Anlage im Alltag völlig andere Belastungen sieht.
Wer nicht misst, kann vieles behaupten.
Wer misst, muss erklären.
Warum die Partikelgröße entscheidend ist
Ein PM10-Partikel ist maximal 10 Mikrometer groß, ein PM2.5-Partikel deutlich kleiner. Ein verdampftes Wassermolekül hingegen misst rund 0,0003 Mikrometer.
Damit wird klar: Verdampfte Moleküle lassen sich mechanisch nicht abscheiden, weil sie sich völlig anders verhalten als größere Partikel. Kein Filter und kein Prallblech kann das ändern.
Wenn also verdampfte Anteile vorliegen, braucht es andere Strategien, beispielsweise eine gezielte Kondensation. Andernfalls wandern die Stoffe weiter durch Kanal, Gerät und schließlich in die Umwelt.
Die Live-Partikelmessung
Im Webinar haben wir deshalb reale Messwerte gezeigt. Keine Simulation und keine Annahmen, sondern konkrete Zahlen.
Dadurch wurde sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt.
Und genau das hat viele Teilnehmer überrascht.
Die unbequeme Frage
Wie oft werden in realen Projekten tatsächlich Partikelmessungen durchgeführt?
Im Reinraum ist das selbstverständlich.
Im OP-Bereich ebenfalls.
Dagegen im Produktionsprozess erstaunlich selten – obwohl genau dort hohe Belastungen entstehen, etwa in gewerblichen Küchen oder im Maschinenbau.
Dabei ist die Messung die Grundlage jeder seriösen Planung.
Warum wir das Thema bewusst ansprechen
Wir wollen nicht provozieren, sondern aufklären.
Luftreinhaltung beginnt nicht im Kanal, sondern beim Verständnis der Partikel. Außerdem endet sie nicht beim Absaugen, sondern erst bei der tatsächlichen Trennung der Schadstoffe vom Luftstrom.
Die vollständige Webinar-Aufzeichnung
Im Video erklären wir Schritt für Schritt:
- was Aerosole wirklich sind
- warum der aerodynamische Durchmesser entscheidend ist
- welche Abscheidemechanismen wirken
- wo mechanische Systeme an ihre Grenzen stoßen
- und weshalb Messtechnik unverzichtbar ist
🎥 Hier geht es zur Aufzeichnung auf YouTube:
Fazit
Lüftung ist wichtig, denn sie erfasst und transportiert Luft.
Luftreinhaltung jedoch geht weiter: Sie basiert auf Physik, Messtechnik und Verantwortung.
Deshalb beginnt echte Luftreinhaltung mit einer einfachen Frage:
Haben wir gemessen oder nur angenommen? Oder es noch einfacher auf den Punkt gebracht:
👉 „Wer misst muss erklären, wer nicht misst kann vieles behaupten….!!!!„
Die Präsentation als PDF-Download gibt es direkt hier, einfach auf das Bild klicken:


